„Nach Babel“ inszeniert im ehemaligen Wohnraum des Papierfabrikanten Zanders eine mehrsprachige Bibliothek als Raumzeichnung. Dargestellt sind die Vorderschnitte von Wörterbüchern. Zwischen hohen Senkrechten verlaufen kürzere Linien. Von links oben nach rechts unten wird das Alphabet in variierenden Schwüngen sichtbar. Die Breite der Linien entspricht der jeweiligen Wortmenge. Latein enthält viel „C“, Deutsch sehr wenig, im Ungarischen erscheint das „E“ als breiter Block. Der Cambridge Dictionary steht neben dem Polnischen, das Persische lehnt an einer deutschen Grammatik. Die biblische Sprachverwirrung mutet etwas an wie eine Tapete.
Die Installation entstand anlässlich der Ausstellung " Zeichenräume" in der Villa Zanders, kuratiert von Claudia Busching und Ina Dinter. Sie ist Teil des gleichnamigen Projektes von Claudia Busching, das in der Mehrzweckhalle in Berlin Pankow seinen Ursprung hat. Die 10 hier beteiligten Künstlerinnen gestalteten nacheinander den hohen schmalen Raum (Siehe Piranesi-Projekt auf dieser Seite).